„Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken, der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.“ 1.Mose 9,13

Ist der Regenbogen nicht ein schönes Zeichen für die Nähe Gottes und dafür, dass Gott  die Hand über seine Welt hält. Ganz besonders zu Beginn eines neuen Jahres mit all seinen Unsicherheiten und Turbulenzen brauchen wir solche Worte.

Aber wir wissen auch, dass die ganze Schöpfung stöhnt und wir vielleicht unseren Auftrag, die Erde zu bebauen und zu bewahren, über sie zu „herrschen“, falsch verstanden haben. Es ist 5 vor 12 Uhr sagen die Wissenschaftler.

Wir sind uns schon lange darüber klar, dass diese Erde ein „Verfallsdatum“ hat. Christen warten auf einen neuen Himmel und eine neue Erde, in der Gerechtigkeit wohnt. Aber bis dahin tragen wir die Verantwortung für unser Handeln. Immer höher, immer weiter, immer mehr gilt so nicht mehr. Wir leben über unsere Verhältnisse und auf Kosten anderer. Obwohl im Grundgesetz die Menschenrechte und im zweiten Teil sogar unsere weltweite Verantwortung für Frieden ausdrücklich festgeschrieben sind, werden immer mehr Kriege geführt, mehr Menschenrechte mit Füßen getreten, immer mehr Lebensräume zerstört, der Welthandel wird immer ungerechter, die Verschmutzung der Umwelt nimmt zu, der Klimawandel ist nicht mehr zu leugnen. Aus diesen Gründen sind immer mehr Menschen auf der Flucht (und das obwohl die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ in der UN-Charta 70 Jahre alt wird).

Spätestens jetzt ist es Zeit, umzukehren (biblisch gesprochen Buße zu tun). Mit  Jesu Sterben am Kreuz hat Gott einen neuen Bund mit den Menschen geschlossen. Seitdem  ist er nicht nur Schöpfer und Erhalter, sondern  auch ihr Retter. Er vergibt uns, aber bis er wiederkommt tragen wir die Verantwortung für diese Erde und ihre Menschen. Deshalb wurde für die Kirchen eine jährliche Schöpfungszeit ausgerufen und beim ökumenischen Schöpfungstag, den wir zusammen mit dem Arbeitskreis christlicher Kirchen (ACK) am 01. September 2019 in Meerholz für ganz Hessen gestalten dürfen, werden Anregungen weitergegeben, wie jeder einzelne für eine bessere Welt eintreten kann.

Der Regenbogen steht für die Hoffnung, dass Gott uns in all unseren Bemühungen nicht alleine lässt. Diese Hoffnung schützt vor Resignation und Mutlosigkeit angesichts wirklich erschreckend großer (globaler) Herausforderungen. Die Menschheitsfamilie hat nur diese eine Welt. Wie wollen wir sie unseren Kindern hinterlassen?

 

Viel Mut zum Umdenken …       

Ulli Prager