Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder der Buße tut.

Lukas 15,10

Liebe Leser,

in dem 15. Kapitel des Lukasevangeliums, aus dem unser Monatsspruch gewählt ist, spricht Jesus über das Verloren-sein der Menschen. Er spricht vom verlorenen Schaf, vom verlorenen Groschen und — wohl das bekannteste Gleichnis — vom verlorenen Sohn.

Wir haben es alle schon einmal erlebt, dass uns ein wichtiger Gegenstand abhanden gekommen ist, wir ihn verloren haben und der auch verloren blieb. Wir haben ihn nie wieder gefunden. Aber auch die andere Seite: Wir suchen verzweifelt - und finden!

Je nach Wert des Gesuchten/Gefundenen wird unsere Freude sein. Unter Hinführung über die drei Beispiele spricht Jesus auch von Wiederfindens- Freude. Die Engel freuen sich über einen Menschen, der umgekehrt ist zu Gott, der Buße getan hat. Können wir diese Freude nachvollziehen, verstehen?

Der Leiter der Seniorenfreizeit sagte in einer Bibelarbeit „Wenn in einer Gemeinde zeugnishaft gesagt wird: Der Herr hat mich gesund gemacht, ist großes Staunen da. Wenn einer bezeugt: Mir sind meine Sünden vergeben worden! - ???“.

Die Bibel spricht bei Verlorenen auch von Verdammten. Der Verlorene ist ja noch da —irgendwo – aber nicht bei Gott. Jesus bietet uns in seinem Evangelium das Wiederfinden an, das Zurückkommen ins Vaterhaus, das Zurückkommen in den Stall, in die Herde. Aber der Verlorene muss das wollen. Gott übt hier keinen Zwang aus. Wenn das geschieht, das Zu-Gott-Zurück-kommen, werden sich die Engel freuen.

Freuen wir uns doch auch, wenn jemand zu Gott zurückfindet, er Sündenvergebung erfährt.

Ein Stück solcher Freude dürfen wir auch erleben, wenn wir als Gemeinde den Oktober 2017 mit einer Tauffeier beginnen. Da ist jemand, der ein volles Ja zu Gott sagt. Freuen wir uns darüber.

Mit herzlichem Segensgruß, Ernst Wagner.